Bilderbuch Ruppichteroth

Werden und Wachsen 4 - Im Auf und Ab bewegter Zeiten

Als in den ersten Augusttagen des Jahres 1914 die Kriegsfurie über Europa aufstand, zählte der von Hugo Willach begründete Fabrikationsbetrieb eine Belegschaft von etwa  75 Personen. Die gut zwei Jahrzehnte bestehende Fertigung hatte sich erfolgreich auf die Herstellung besserer Möbelbeschläge und Möbelschlösser spezialisiert und einen ansehnlichen Abnehmerkreis weit über die Grenzen hinaus gefunden. So waren alle Voraussetzungen für eine gedeihliche und erfolgreiche Weiterentwicklung gegeben. Sie brachen jedoch mit den andauernden Kriegsjahren mehr und mehr .in sich zusammen, bis schliesslich die als nicht kriegswichtig angesehene Produktion völlig zum Erliegen kam.
Zu Anfang des Jahres 1919, unmittelbar nach Beendigung des Krieges, stand man praktisch vor der Aufgabe, wieder von vorn beginnen zu müssen. Aber unverdrossen machte sich der Firmengründer, Herr Hugo Willach, von seiner energisch mit Hand anlegenden Frau nicht weniger tatkräftig unterstützt als von seinen beiden Söhnen, an den zweiten Aufbau seines Werkes, der trotz gewisser Anfangserfolge immer wieder schwere Rückschläge erlitt.
Mit sehr viel Mühen, aber auch zugleich mit Klugheit und Umsicht wurde die zum Erliegen gekommene Produktion mit Hilfe der durch den Krieg stark zusamnengeschmolzenen Belegschaft wieder in Gang gebracht. Zugleich versuchten der Senior-Chef und sein Sohn Walter durch Reisen im In- und Auslande die abgerissenen Geschäftsbeziehungen neu zu knüpfen und für den unerlässlichen Absatz der Willach-Erzeugnisse zu sorgen. Als besonders aufgeschlossen und aufnahmewillig erwies sich dabei der vornehmlich von Herrn Walter Willach in Bearbeitung genommene Schweizer Markt, der mit der wachsenden Geldentwertung im Nachkriegsdeutschland für den Zustrom einer wertstarken Valute sorgte und so dazu beitrug, die unvorstellbaren Schwierigkeiten der Inflation mit ihrem rapiden Werteschwund zu überwinden.

Die intensive Reisetätigkeit der Firmeninhaber und die anerkannt gute Qualität der Erzeugnisse der Firma Hugo Willach & Söhne wirkten sich in von Jahr zu Jahr steigenden Umsatzziffern aus.
Die damit verbundene Ausweitung der innerbetrieblichen Herstellgruppen zwang die Geschäftsleitung im Jahre 1931 trotz der Stagnation der deutschen Wirtschaft, die Fabrikanlage um weitere drei Sheds auszubauen. Ein Jahr später wurde es dann auf Grund neuer Zollbedingungen der Schweiz notwendig, einen Zweigbetrieb einzurichten. Dieser 1932 unter dem Namen des Stammhauses begründete Zweigbetrieb mit dem Sitz in Kreuzlingen
hat sich - nach Unterbrechung der Arbeit während der Zeit des 2. Weltkrieges und der Nachkriegsjahre - zu selbständiger Bedeutung entwickelt, steht aber nach wie vor in engster Zusammenarbeit mit dem Stammhaus in Ruppichteroth.
Von Anfang der dreissiger Jahre an begann eine sprunghafte Aufwärtsentwicklung des Unternehmens. Um der steigenden Nachfrage und der damit zugleich steigenden Produktion nachzukomuen, mussten im Jahre 1934 den acht Sheds des Fabrikationsbetriebes drei neue hinzugefügt werden. Zwei Jahre später erwarb die Firma in Raume der Gemeinde Ruppichteroth ein weiteres grosses Gelände. Auf ihm wurde das Werk II errichtet. Es bestand aus einer grossen und modern angelegten Fabrikationshalle mit eigener Stromversorgung, einer mit allen Erfordernissen ausgestatteten Lehrwerkstatt sowie einem Wohnhausbau für Werksangehörige.
Mit der Inbetriebnahme des Werks war zugleich eine wesentliche Erweiterung des Fabrikationsprogrammes verbunden. Es sollte die Qualitätserzeugnisse des Hauses Hugo Willach & Söhne in grosszügiger Weise den differenzierter und vielfältiger werdenden Ansprüchen der modernen Möbelindustrie anpassen, was durch eine gut durchdachte Serienfertigung von Möbe¬schlössern und -beschlägen in vorbildlicher Weise erreicht wurde.
Den krönenden Schlußstein unter die in diesem Abschnitt nachgezeichnete Wiederaufbau- und Aufwärtsentwicklung setzt der Bau des grossen Verwaltungsgebäudes im Jahre 1938. Ein Jahr später brach der 2. Weltkrieg aus. Mit ihm sollte auch in der Geschichte der Huwil-Werke ein neues Kapitel beginnen.

Zweiter Weltkrieg und dritter Neubeginn
285 Beschäftigte zählte die Firma Hugo Willach Söhne, als der zweite Weltkrieg in Europa die Lichter ausgehen liess. Auch die Lichter in der Schloss- und Beschlagfabrik zu Füßen des Nutscheid im alten Kirchspielort des Bröltales sollten sich mit Fortgang dieses unseligsten aller Kriege immer mehr verdunkeln.
Schon von den ersten Kriegstagen an setzte eine scharfe Drosselung in der Produktion aller Friedensgüter ein.Allerdings hatten die Huwil-Werke das grosse Glück, nicht zur Umstellung auf eine reine Kriegsfertigung gezwungen zu wer¬den. Sie konnten - wenn auch mit inner mehr zusamnenschrumpfender Belegschaft - im Rahmen der Kriegserfordernisse weiterhin Schlösser und Beschläge herstellen. Aber die Schwierigkeiten, mit denen diese Produktion in Gang gehalten werden musste, wuchsen von Jahr und Jahr und führten schliesslich sogar zur Gefahr der Demontage der wichtigsten Maschinen. Doch mit umsichtiger Tatkraft gelang es dem zeitweilig immer noch mit tätigen Seniorchef und seinem Sohn Walter, die vor allem in den letzten Kriegsjahren ansteigenden Erschwernisse und Gefahren zu meistern. Dennoch sollte es gelingen, das Unternehmen völlig ohne Schäden über den Krieg hinwegzubringen. Bei den Kämpfen um Ruppichteroth in den letzten Kriegswochen explodierten durch Granatbeschuss in Betriebsgelände abgestellte deutsche Munitionswagen und zerstörten das Werk II bis nahezu auf den Grund. Die intakt gebliebenen Fabrikationsräume des Werk II aber wurden mit- samt den Büros und den Wohnungen ler Firmeninhaber kurz darauf von der Besatzungsmacht  beschlagnahmt und in Besitz genommen.
Der zweite Weltkrieg hatte sein Ende gefunden. Er hinterließ den Huwil-Werken als Erbe das vollständig vernichtete Werk II und das sehr stark mitgenomme Werk I. Dann waren beide Werke in Händen der Besatzungsmacht. Ausserdem hatte der Krieg – sein härtester Zugriff ! -  ein Drittel der Vorkriegsbelegschaft als Tote  oder Vermisste gefordert. Eine bittere Bilanz, die nur eine einzige praktische Konsequenz zuliess - wieder einmal, nun zum dritten Male, ganz von vorn zu beginnen.
Während sich die Chefs mit den Resten der ihnen treu verbundenen Belegschaft an den Wiederaufbau des zerstörten Werkes II machen, kann - als Ergebnis dieses Bemühens - zaghaft die erste Produktion anlaufen. Betriebsführung und Betriebsangehörige wachsen darüber zu einer Schicksalsgemeinschaft zusammen, die alle Nöte jener wirren Zeit in zähem und gemein¬samen Anpacken zu meistern sich müht. Es ist ein schwerer Schlag, als am 11. Oktober 1947 nach einem erfüllten und gesegneten Leben der Seniorchef der Firma, der bis zur letzten Stunde klaren Geistes am Aufbauwerk teilnahm, im Alter von 84 Jahren aus dem Dasein abberufen wird. Mit seiner Familie und der Belegschaft nimmt zugleich die gesamte Bevölkerung Ruppichteroths Abschied von Hugo Willach, dem unvergesslichen Pionier der einheimisehen Industrie. Seine Nachfolge im Werk bleibt in den Händen seiner beiden schon seit zwei Jahrzehnten zur Geschäftsleitung gehörigen Söhne Walter und Otto Willach.

 

Sommer 1948

Zwei Jahre sind seit dem ersten zögernden Neuanfang und sei¬nen unüberwindlich anmutenden Schwierigkeiten vergangen. Der Betrieb, inzwischen von der Besatzungsmacht freigegeben, ist weitgehend wieder in der alten Grösse aufgebaut. Da setzt in umrittelbarer Folge der Währungsreform ein ungeahnter und beispielloser Aufstieg ein. Von Jahr zu Jahr - sprunghaft - wächst die Zahl der Betriebsangehörigen, entstehen neue Fabrikationshallen, Werkstätten, Fertigungsabteilungen, Verwaltungs- und Vertriebsgebäude und das Bild des neuerstandenen Unternehmens, das seit 1952 den Namen Huwil-Werke trägt.

Die Huwil-Werke heute (1951)

Es ist ein imponierendes Bild, das die Huwil-Werke in ihrer heutigen Gestalt bieten. In insgesamt 34 Fertigungsabteilungen mit den dazugehörigen Büro- und Lagerräumen wirken rund 1,000 Mitarbeiter und machen aus den Huwil-Werken im einstmals weltabgeschiedenen Kirchspielort des Bröltales die grösste Spezialfabrik Europas für Möbelschlösser, Möbelbeschläge und Ladenbau.
Dieses bedeutendste Unternehmen des Bröltals ist ein vielfältig gegliederter und fein aufeinander abgestimmter Organismus. In seinem Mittelpunkt steht die Herstellung der qualitativ hochwertigen Huwil-Erzeugnisse. Die dafür tätigen Produktionsgruppen werden unterstützt und ergänzt durch folgende Sonderabteilungen:

  • eine grosse Maschinenbau-Abteilung, in welcher die hochwertigen und leistungsfähigen Spezialmaschinen für die verschiedenen Fertigungsgruppen entwickelt und in eigener Regie hergestellt werden;
  • ein chemisch-physikalisches Forschungslaboratorium einschliesslich eines Referats für Werkstoffprüfungen
  • eine eigene Werkzeugbau-Abteilung für Schnitt-, Stanzen- und Formenbau;
  • eine Konstruktionsabteilung mit Konstruktions- und Versuchsabteilungen;
  • zwei modern eingerichtete Lehrwerkstätten mit eigenem Maschinenpark, eigenen Lehrmeistern und Lehrgesellen für die laufende Ausbildung von etwa 80 Lehrlingen bestimmt;
  • eine Werbe-Abteilung für den Entwurf und die Herstel¬lung von Prospekten und Katalogen;
  • eine Fahrbereitschaft mit insgesamt 20 Lastkraftwagen

Das derart vielseitig gegliederte Unternehmen wird getragen und zusammengehalten von einer wohldurchdachten und fein aufeinander abgestimmten Organisation, deren präzise und reibungslose Arbeit immer wieder die lebhafte Anerkennung der Besucher findet.

Im Rahmen der Huwil-Werke, die nach wie vor als reines Familienunternehmen bestehen,  wirken z. Zt. fünf Herren Willach in Führungspositionen aktiv mit: die Herren Walter und Otto Willach als Chefs und Inhaber; Herr Hugo Willach jun., Inhaber des Schweizer Zweigwerkes Kreuzlingen, im Aussendienst; Herr Dr. Ernst Willach als Betriebsleiter Werk II und zugleich als Leiter der Konstruktionsabteilung, sowie Herr Fritz Willach als Junior-Chef. Als sechster Vertreter der Familie Willach wird Herr Horst Willach nach Absolvierung der Technischen Hochschule Aachenin die Firma eintreten. Äusser den genannten Angehörigen der Inhaber-Familie sind noch sieben langjährig bewährte Mitarbeiter als Prokuristen im Führungsstabe der Huwil-Wrke tätig.
Die Verbindung zwischen dem Produktionsunternehmen in Ruppichteroth und der Abnehmerschaft in aller Welt wird durch die regelmässige Beteiligung an allen Fachmessen sowie von den etwa 40 Herren des Aussendienstes unterhalten. Diese Herren besuchen in regelmässigen Abständen die Kundschaft des In- und Auslandes, um sie zu beraten und ihre Aufträge entgegenzunehmen. Die Kundschaft selbst reicht von der Serienmöbel-Industrie über die Eisenhandlungen bis hin zu den einschlägigen Firmen des Ladenbaus. Bemerkenswert ist, dass 40 Prozent der gesamten Produktion der Huwil-Werke in nicht weniger als 52 Kulturstaaten  exportiert werden, sicherlich eine beachtliche Anerkennung der Güte und Qualität deutscher Möbelschlösser und Möbelbeschläge im allgemeinen und der Huwil-Erzeugnisse im besonderen. Durch seine Weltverbundenheit und seine weitreichenden internationalen Beziehungen haben die Huwil-Werke das einst so weltabgeschiedene Bröltal mehr und mehr für seine ausländischen Freunde erschlossen.Sie besuchen keine der grossen deutschen Messen in Frankfurt, Köln oder Hannover, olme nicht zugleich einen Gastbesüch in den Huwil-Werken abzustatten. So finden sich, wohl betreut im Gästehaus des Unternennens, oft bis zu fünfzehn Vertreter der verschiedensten Länder und Kontinente gemeinsam in Ruppichteroth ein, um sich im Rahmen einer eingehenden Firmenbesichtigung mit den neuesten Maschinen und Erzeugnissen der Huwil-Produktion vertraut zu machen und bei dieser Gelegen-heit die ihnen lieb gewordene Idylle des Bröltales zu geniessen. Vor allem die Geschäftsfreunde aus Südamerika und aus dem Orient schätzen diese Besuche Ruppichteroths und der Bröltalidylle, die sie mit Vorliebe als Gäste des Hauses in der nahegelegenen Winterscheider Mühle erleben.

Das soziale Gesicht der Huwil-Werke - Im Mittelpunkt der Arbeit steht der Mensch!

Dieses Wort hat bei den Huwil-Werken seit den Gründungstagen verpflichtenden Klang. Allein schon die Ansiedlung des Unternehmens inmitten einer weithin kleinbäuerlichen Umwelt, die oft von schweren und bedrängenden. Notzeiten heimgesucht wurde, bedeutete eine wagemutige soziale Tat. Sie hat nicht zuletzt wesentlich dazu beigetragen, den Menschen des oberen Bröltals Arbeit und Brot zu schaffen. Der stetige Aufstieg dieser Gründung hat in zunehmendem Maßt immer zahlreicheren Familien aus .dem Bergland zwischen Sieg und Agger die Grundlagen für eine gesicherte wirtschaftliche Existenz gegeben.
Heute sind die Huwil-Werke mit ihren1,000 Betriebsangehörigen, unter denen sich 240 Flücht linge und Heimatvertriebene befinden, nicht nur der grösste Steuerzahler im oberen Bröltal, sondern zugleich auch der Haupternährer ihrer Bevölkerung. So bringen Morgen für Morgen Sonderbusse der Post und der Bahn mit einem Einzugsgebiet von etwa 23 km die Belegschaftsmitglieder aus nicht weniger als 65 Orten an ihren Arbeitsplatz nach Ruppichteroth.
Mit der Bereitstellung von Arbeitsplätzen und einer entsprechenden Lohn- und Gehaltszahlung kommt der soziale Wille der Huwil-Werke aber nur in einer grundsätzlichen Seite zum Ausdruck. Wesentlicher ist darüber hinaus das bemühte Bestreben, diesem Grundsätzlichen Ausweitung zu geben und durch freiwillige Sozialleistungcn die menschlichen Beziehungen zwischen Unternehmen und Belegschaft zu vertiefen. Von diesen freiwilligen Sozialleistungenverdienen u.a. die nachfolgenden besonders genannt zu werden:

  • Pensionszusagen für alle Mitarbeiter, die 10 Jahre und langer beschäftigt sind ;
  • Lebensversicherungen für alle Mitglieder, die länger als drei Jahre beschäftigt sind;
  • Heiratsversicherungen für unverheiratete Mädchen;
  • Linderung von Notfällen als Folge von Krankheit oder Tod durch einen eigenen Unterstützungsverein und eine eigene Unterstützungsmesse;
  • Fahrgelderstattungen, Zuschüsse zum Kantinen-Essen, teilweise freie Abgabe von Milch an die Belegschaft, Zuschüsse zu Getränken usw.

Zu den innerbetrieblichen Leistungen der Huwil-Werke gehören auch die von der Geschäftsleitung eingerichteten technischen Lehrangebote für die Angestellten die großes Interesse zeigten an den für die zahlreichen Auslandskontakte notwendigen Fremdsprachen im postschulischen Unterricht.
Diese Angebote erleben einen
lebhaften Zuspruch und weisen ein beachtliches Durchhaltevermögen ihrer Teilnehmer auf. Die von dem Direktor des Hollenberg-Gymnasiums (Anm.: Herr Seipp) und dessen Stellvertreter (Anm.: Herr Dr. Scheuten) durchgeführten Sprachkurse in Englisch, Französisch.und Spanisch werden jährlich durch kleine Prüfungen abgeschlossen. Den jeweilig besten Kursteilnehmern werden unter
Leitung ihrer Lehrer Reisen in die Hauptstädte des für ihre Sprache zuständigen Landes ermöglicht, die sie auch mit Land und Leuten vertraut machen.Auf diese Weise haben eine Reihe von Nachwuchskräften aufschlussreiche Reisen nach London, Paris und Madrid unternehmen können.
Ein besonders herzliches Anliegen der Geschäftsleitung ist die Mithilfe der Firma bei der Schaffung von Eigenheimen und Mietwohnungen für ihre Werksangehörigen. So kam es im Jahre 1956 zum Bau der ersten acht Wohnungen der „Rosenharth-Siedlung“, die im September 1957 bezogen wurden. Im August des Jahres 1958 begann der zweite Bauab¬schnitt, in dessen Verlauf weitere acht Wohnungen errichtet und im Juli 1959 bezogen werden konnten. Mit den Ausschachtungsarbeiten des dritten Bauabschnittes wurde dann im Juli 1959 begonnen; Fertigstellung und Einzug erfolgten in Juni 1960.
In vier Jahren erstanden so sechs Wohnhäuser mit zusammen 24 Wohnungen in herrlicher Hanglage vor dem Ortseingang Ruppichteroths. Bei ihrem Bau wurde besonderer Wert auf Grösse und Ausstattung der aus Zwei-, Drei-, Vier- und Fünfraumwohnungen bestehenden Häuser gelegt. Diese zum Teil mit Etagenheizung und Garage versehenen Wohnungen sind durch eine eigens angelegte private Teerstrasse umittelbar von der Brölstrasse aus zu erreichen.
Insgesamt wurden bis zum Ende des Jahres 1960 für 65 Betriebsangehörige und deren Familien eigene Wohnungen geschaffen - eine stolze Bilanz, die es durchaus verdient, unsere kleine Darstellung vom Werden und Wachsen der Huwil-Werke zu beschließen.

Die zahlreichen Teilnehmer an diesen Kursen weisen ein beachtliches Durchhaltevermögen. Die von dem Direktor des Hollenberg-Gymnasiums (Anm.: Herr Seipp) und dessen Stellvertreter (Anm.: Herr Dr. Scheuten) durchgeführten Sprachkurse in Englisch, Französisch.und Spanisch werden jährlich durch kleine Prüfungen abgeschlossen. Den jeweilig besten Kursteilnehmern werden unter
Leitung ihrer Lehrer Reisen in die Hauptstädte des für ihre Sprache zuständigen Landes ermöglicht, die sie auch mit Land und Leuten vertraut machen.Auf diese Weise haben eine Reihe von Nachwuchskräften aufschlussreiche Reisen nach London, Paris und Madrid unternehmen können.
Ein besonders herzliches Anliegen der Geschäftsleitung ist die Mithilfe der Firma bei der Schaffung von Eigenheimen und Mietwohnungen für ihre Werksangehörigen. So kam es im Jahre 1956 zum Bau der ersten acht Wohnungen der „Rosenharth-Siedlung“, die im September 1957 bezogen wurden. Im August des Jahres 1958 begann der zweite Bauabschnitt, in dessen Verlauf weitere acht Wohnungen errichtet und im Juli 1959 bezogen werden konnten. Mit den Ausschachtungsarbeiten des dritten Bauabschnittes wurde dann im Juli 1959 begonnen; Fertigstellung und Einzug erfolgten in Juni 1960.
In vier Jahren erstanden so sechs Wohnhäuser mit zusammen 24 Wohnungen in herrlicher Hanglage vor dem Ortseingang Ruppichteroths. Bei ihrem Bau wurde besonderer Wert auf Grösse und Ausstattung der aus Zwei-, Drei-, Vier- und Fünfraumwohnungen bestehenden Häuser gelegt. Diese zum Teil mit Etagenheizung und Garage versehenen Wohnungen sind durch eine eigens angelegte private Teerstrasse umittelbar von der Brölstrasse aus zu erreichen.
Insgesamt wurden bis zum Ende des Jahres 1960 für 65 Betriebsangehörige und deren Familien eigene Wohnungen geschaffen - eine stolze Bilanz, die es durchaus verdient, unsere kleine Darstellung vom Werden und Wachsen der Huwil-Werke zu beschließen.