- geb. am 15.2.1890 in Niederbreidenbach (Oberbergischer Kreis)
Schon als Kind lernte er Ruppichteroth bei den Einkäufen seiner Eltern in den beiden Kaufhäusern Schorn und Schumacher kennen.
Schulbesuch:
Beim Besuch der Volksschule Niederbreidenbach, dann Grunewald, erkannten die Lehrer sehr schnell das große Lerntalent Robert Leys, das sie aber in den damls üblicherweise einklassigen Schulen nicht genügend fördern konnten. Im Alter von 13 Jahren schickten sie ihn dann auf die evangelische Volksschule Ruppichteroth, wo ihn insbesondere Lehrer Harhaus sowie Pastor Gustav Adolf Pathe vor allem in Latein und Französisch förderten, um ihn auf den Besuch einer weiterführenden Schule vorzubereiten. In Ruppichteroth war er der „Primus der Klasse" (Karl Schröder). Da dieser Extraunterricht i.a. nachmittags nach dem normalen Schulunterricht stattfand, übernachtete Robert Ley dann oft im Haus der neben der Schule gelegenen Famlie Bickenbach, die dort ihren landwirtschaftlichen Betrieb hatte.
Schon 1904 wurde er dann in der Rektoratsschule Waldbröl (heutiges Hollenberg Gymnasium, das Gebäude war das des heutigen Waldbröler Ratshauses) aufgenommen.
1904 wurde er in der evangelischen KIrche in Ruppichteroth konfirmiert. Seinen Konfirmationsanzug kaufte die Familie im damaligen Kaufhaus Schorn.
Nach Abschluss der Untersekunda wechselte er dann 1906 zur Realschule > Oberrealschule in Wuppertal Elberfeld, wo seine Brüder, die ihn finanziell unterstützten, wohnten.
Besuche in der Heimat und in Ruppichteroth
Während seiner Zeit als nationalsozialistischer Führer in Berlin und München kehrte Robert Ley regelmäßig in seine Heimat zurück, wobei er auch Ruppichteroth besuchte und häufiger im vollbesetzten Saal des damaligen „Hotel zur Krone" an der Brölstraße seine kämpferischen Reden hielt..
Auch in Ruppichteroth wurde er zum Ehrenbürger ernannt. Anders als in benachbarten Gemeinden wurde ihm diese Würde niemals (z. B. durch Beschluß des Gemeinderates) aberkannt.
(Anm.: allerdings erlischt die Ehrenbürgerschaft mit dem Tod der geehrten Person, in diesem Falle am 25.10.1945))
Die oft angesprochene Alkoholsucht von Robert Ley führte wohl auch dazu, dass er in den verschiedenen Gaststätten in Ruppichteroth (Gastwirtschaft Schorn, Gastwirtschaft Schumacher, Hotel zur Krone) ein häufiger Gast war.
Ältere Ruppichterother erzählen davon, dass man ihn hier leicht auf irgendwelche persönliche Anliegen ansprechen konnte und er Hilfe sprach, was er auch meist einhielt. Dem Autor dieser Zeilen ist der Fall eines arbeitslosen Familienvaters bekannt, der Robert Ley um die Vermittlung einer Arbeitsstelle bat. Daraufhin legte ihm Robert Ley ein Parteibuch vor, in dem der Familienvater seinen Parteieintritt unterschrieb. Er konnte seine Arbeitsstelle in einem nahegelegenen Industriebetroieb am nächsten Tag antretten und wurde dadurch zusätzlich vor dem Einzug an die Front bewahrt, wofür dieser und seine Familie Robert Ley ein Leben lang dankbar waren.
Buch von Karl Schröder:
2008 schrieb der verstorbene Heimathistoriker Karl Schröder aus Ruppichteroth eines der Standardwerke zu Robert Ley (367 Seiten):