Willi Ahr - EIN Ruppichterother Schicksal

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Zwischen diesen beiden Bildern des hier 19-jährigen Willi Ahr aus Harth aus dem Jahre 1942 liegen nur wenige Monate.
Alle Bilder auf dieser Seite stammen von Tanja Knuth. Vielen Dank für die Überlassung.

Stationen seines Lebens:geb.: 17. Juni 1923 in Harth
Wohnort: Harth
Schulbesuch: Ruppichteroth
Ausbildung: 5.4.1937 - 4. April 1940 Schlosserlehre bei Fa. GEWIRU (Ruppichteroth)
Berufstätigkeit: nach der Lehre Schlossmacher bei Fa. GEWIRU - 11.4.1942
Soldat: ab 17.4.1942
gest.: 13.1.1943 bei Isawko (Rußland)

Das Zeugnis der Fa. GEWIRU aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses, da der Staat „zum Ehrendienst gerufen hat". 9 Monate später war Willi Ahr tot.
Durch Verordnung vom 22./23.Juli 1938 gab es für bestimmte Bevölkerungsgruppen (z. B. männliche deutsche Staatsangehörige bis 3 Monate vor Vollendung des 18. Lebensjahres) die Pflicht, eine Kennkarte zu beantragen. Im Falle der jungen Männer ging es hier wohl um die Wehrüberwachung im Rahmen der Kriegsvorbereitungen.Eine andere Gruppe, die die Kennkarte beantragen mussten, waren die Juden, die sich ab dann "auf amtliches Verlangen stets durch eine Kennkarte auszuweisen" hatten. (Quelle: wikipedia.de)


Die Pflicht zur Führung eines Arbeitsbuches geht zurück auf ein Gesetz vom 26.2.1935. Ziel dieses Gesetzes war es, die Mobilität der Arbeitnehmer zu kontrollieren und einen Wechsel der Arbeitsstelle nur mit Genehmigung des früheren Arbeitgebers möglich zu machen. Es war also ein Mittel, um die Berufsfreiheit einzuschränken. Göring plante, mit Hilfe der Informationen aus der Kartei der Arbeitsbücher, zur Kriegsvorbereitung alle deutschen Männer und Frauen zwischen dem 14. und 70. Lebensjahr zu erfassen. (Quelle: wikipedia.de)
Das Totenblatt von Willi Ahr.
Begleitschreiben des Wehrmeldeamtes Siegburg zur Rückgabe des "für Großdeutschland gefallenen Sohnes als bleibende Erinnerung".Interessant ist sicher hier auch die Art des Schreibens: Vordruck mit Stempel, 3 handgeschriebene Adresszeilen, 2 Querstrichen und 2 Unterschriften.