Der Glockenturm in Bölkum

Einweihung des Glockenturmes 1979
Glocke bei Montage auf dem Holzgerüst
Einweihungsfeier, mit kurz vorher gewähltem Bürgermeister Ludwig Neuber, (in seiner ersten öffentlichen Rede)

Alle Bilder auf dieser Seite wurden zur Verfügung gestellt von Bernhard Amann. Vielen Dank für die Überlassung. Wenn Sie die Bilder größer sehen möchten, klicken Sie auf das entsprechende Bild.

Die Geschichte der Glocke in Bölkum

Im Kapitel „Historische Ereignisse" ist hier im bilderbuch-ruppichteroth.de  auf der Seite über die „Einholung der Glocken" der evangelischen Kirche zu lesen:
„Im ersten Weltkrieg - genauer im Jahre 1917 - wurden die alten Glocken der evangelischen Kirche, die erst im Jahre 1892 angeschafft wurden, wegen des Metallmangels  zum Einschmelzen abgegeben. Die 1921 neu angeschafften Glocken wurden bei dem Bochumer Verein für Bergbau und Gußstahlfabrikation in Auftrag gegeben. Die alten Glocken der evangelischen Kirchengemeinde sind dann wohl doch nicht eingeschmolzen worden. Wie Pastor Zeiler 1921 mitteilt, sind diese von einer sächsischen Kirchengemeinde übernommen worden. (Leider hat er damals keine Angaben über den Ort gemacht, wo die alten Glocken hingekommen sind)". ............

Herr Amann aus Bölkum ergänzt hierzu:

„Eine der alten Glocken des 1. offiziellen Geläutes wurde von einer Glockengiesserei in Apolda / Thüringen von den Einwohnern des damaligen Schulbezirk Bölkum.-Hogeroth und Stranzenbach,zurück gekauft und wurde um 1892, auf einen prov. Holzgerüste aufgehangen. Sie sollte einst als Schulglocke auf der damaligen neu erbauten Schulgebäude in Bölkum, Verwendung finden.
Nachdem diese Holzgerüste einige Male defekt waren, ist die Glocke in einem landwirtschaftlichen Gebäude (bei Fam. Höffgen in Bölkum) eingelagert worden.
Sie verbrachte dort einen sogenannten Dornröschenschlaf und überdauerte somit, die erneuten Kriegswirren.
Im Jahre  1979 wurde sie dann von einigen jugendlichen Mitbewohnern, wiederum auf einen Holzgerüste (Turm) zu neuem Leben und Wirken erweckt und danach täglich 3 x geläutet, ebenso bei Beerdigungen zur Verabschiedung des verstorbenen Mitbewohners aus den 3 Ortschaften.
Leider wurde diese Glocke in der Nacht vom 26.2 – 27.2.2013, von bisher unbekannten Vandalen vom derzeitigen Glockenturm gestohlen. Sie konnte allerdings völlig unbrauchbar zerstört in einem Waldstück  Nähe Waldbröl wieder gefunden werden".

Artikel hierzu auf broeltal.de:
Dreiste Diebe klauten Dorfglocke (1.3.2013)
Glocke war im Wald versteckt (27.5.2013)
- dort auch weitere Artikel


Die Glocke trug die Aufschrift:

„Michael Stoky zu Dattenfeld hat mich gegossen 1792 J.W.H.Bikenbach lutherischer ev. Pastor zu Ruppichteroth Johannes Henericus Schmit Kirchmeister u.  Charlotta Bikenbach Eheleute.“

Im Jahre 1892 aber wurden diese beiden Glocken durch 3  größere und  hübsch harmonisch klingende Glocken ersetzt.

Quellenangaben:
1) „ Miszellaneen über Ruppichteroth“ von Pfarrer J.P.Reidt 1895  (dort entnommen auf  Seite 138)
Ähnl. Text auch  in;  „Geschichte der evangl. Gemeinde Ruppichteroth“ S. 14 von Pfarrer O. Giseking   1912  (beide einst in Ruppichteroth)
2) auch in Festzeitschrift "300 Jahre" (1683 - 1983) Evangel. Kirche in Ruppichteroth, S. 14 + 15.
2) aus übernommenen Kopien und Original Belege.

Die Erbauer des Glockenturms

hintere Reihe vlnr: Georg Witschorek; Karl Beiert; Heinz Otto Fuchs; Günther Otto; Helmut Witschorek;Bruno Goronczewski; auf Trecker Uwe Goronczewski, vordere Reihe vlnr: Alois Müller; Ernst Höffgen; Andreas + Bernhard Amann
Umschlag mit Vermerk der Weitergabe von Belegen, an Pastor Rehmann (ev. Kirchengemeinde). Belege sind nicht mehr auffindbar.
Quittungsbeleg der einstmaligen Papierfabrik Geldmacher / Homburger Papierfabrik (jedoch ohne Hinweis über welche Leistung)
Quittungsbeleg der Fa. Willach, über Materialkauf zu dem einstigen Glockenhaus