Geschichten aus dem Bröltal - Elektrisches Licht in Ahe

Aus den Memoiren von Hans Ottersbach, Schönenberg

Im Jahre 1926 wurden wir in Ahe „modern“: wir bekamen elektrisches Licht!

Erst wurden überall die Masten in Handarbeit gesetzt. Es gab einfache und doppelte, sog. „A-Masten“. Wo die Masten hingesetzt wurden, kam es nicht so genau. Unser Mast z.B. kam in unserem Misthaufen zu stehen. Anschließend wurden die Kabel zu den Häusern gezogen. Dort wurden sie an extra angebrachten Porzellantöpfchen befestigt. Jetzt wurde im Haus der Zählerkasten angebracht und mit der Hauptleitung verbunden. Dann kam der Elektriker Herr Schlauß aus Hove und montierte die Leitungen und die Schaltertöpfe aus Porzellan. Sie wurden alle auf den Putz verlegt. Die Lampen waren mit einem Behälter, der mit Blei gefüllt war, versehen. Dadurch konnte man die Lampen rauf und runter ziehen. „Oh, Wunder“, konnte man da sagen, „Der Herr sprach: es werde Licht!“...und es ward Licht.