Bilderbuch Ruppichteroth

Leylandtour Fahrradfreunde Much

Mit dem Ebike durch das ehemalige Leyland

Mit dem Ebike durch das ehemalige Leyland
oder:  
„Wie ein Bauernsohn aus Niederbreidenbach in die nationalsozialistische Führung aufstieg und dadurch auch seine oberbergische Heimat veränderte – Robert Ley (1890 – 1945)“

Rundstrecke: ca. 50 km
Historische Informationen: Wolfgang Eilmes (www.bilderbuch-ruppichteroth.de)
Veranstalter: Fahrradfreunde Much (Ltg. Alfred Haas)
Termin: Di. 23.6.2020, 10:00 Uhr ab Bröltalhalle Ruppichteroth, Dr. Herzfeld-Straße

Kostenlose Parkmöglichkeiten an der Bröltahalle (neben dem Schild „Tennisanlage“)

Die Teilnehmerzahl ist aufgrund der Corona-Bestimmungen begrenzt. Eine Teilnahme ist daher nur nach Anmeldung möglich.

Stationen:

  1. Ruppichteroth: Ehemalige Evangelische Volksschule
  2. Niederbreidenbach: Standort des Geburtshauses
  3. Mildsiefen: Wohnhaus der Familie Ley während der Inhaftierung des Vaters
  4. Ort Straße: Wohnhaus von Elisabeth Ley (1. Frau von Robert Ley)
  5. Grunewald: ehem. Volksschule
  6. Rottland: ehemaliges Gut von Robert Ley (mit noch erhaltenem riesigem Eingangstor)
  7. Zwischen Rottland und  Waldbröl: geplantes Gelände für das Volkstraktorenwerk V.T.W.
  8. Waldbröl: ehem. Hollenbergschule
  9. Waldbröl: ehem. Krankenhaus, geplantes KFD-HotelWaldbröl: Hotel Althoff (einer der wichtigsten Veranstaltungsräume für die Reden von Robert Ley im Oberbergischen)
  10. Waldbröl Stadtmitte: Gebäude, das als Zentrale für die Entwicklung von „Waldbröl als größter Stadt zwischen Köln und Kassel“ (mit Theater und U-Bahn) schon eingerichtet war
  11. Gelände der geplanten und teilweise errichteten Adolf Hitler-Schule: sog. Hitler-Mauer, Gebäude für die Architekten, zahlreiche Ruinen (Mauern/Treppen)

Zurück über die Nutscheid, über die (fälschlicherweise) sog. Römerstraße.
Rundstrecke: ca. 45 – 50 km
Alle diese Stationen waren von Bedeutung für Roberts Leys Aufstieg.
Sein Abstieg fand vor allem an anderen Stellen statt (Berlin, München, Nürnberg).
Gesamtdauer der Erläuterungen = ca. 1 Stunde. Die Erläuterungen werden unterstützt durch zahlreiche Anschaungsmaterialien, u.a. aus Karl Schröders Buch „Aufstieg und Fall des Robert Ley“ (2008).

Literatur/Quellen:

  • Aufstieg und Fall des Robert Ley, Karl Schröder, 2008
  • Ley-Land – Dr. Robert Ley und der Nationalsozialismus im Oberbergischen , Heinz-Wilhelm Brandenburger, 1988
  • Mein Vater Robert Ley, Renate Wald, 2004  
  • Die Stadt der Volkstraktorenwerke, Eine Stadtutopie im „Dritten Reich“ – Die Planungen und Großbauten der Deutschen Arbeitsfront für die Stadt Waldbröl, Birgit Rosendahl-Kraas, 1999
  • In der Gnade der späten Geburt, WDR Landesspiegel, Film von Hans-Rüdiger Minow, 1986
  • Leyland, WDR Landesspiegel, Film von  Hans-Rüdiger Minow, 1988
  • mahnmal-koblenz.de: Dr. Robert Ley (Vortrag 2008)

 

Warum?

Manche Leser fragen sich (und mich), warum man sich heute noch mit ehemaligen Nazi-Größen beschäftigt. Das werde ich bei der ebike-Tour erklären. An dieser Stelle möchte ich dazu 2 Zitate anführen, die ich  schon in meinen beiden Büchern aus 2016 und 2018 vorangestellt habe:

„Nur wer die Vergangenheit kennt, kann die Gegenwart verstehen und die Zukunft gestalten" - August Bebel
„Der Blick in den Rückspiegel der Geschichte dient dem Verstehen der Gegenwart" - Gabor Steingart


                                                                                                    Wolfgang Eilmes, 17.05.2020

Wer war Robert Ley? Schlagworte aus der Literatur über ihn:
Oberberger – Kriegsteilnehmer/-gefangener im 1. Weltkrieg - Bauer – Chemiker – Doktor – Gutsbesitzer – Visionär (Waldbröl, Rottland als Mustergut, Volkstraktorenwerk, Adolf Hitler-Schulen, Ordensburgen (Vogelsang)) - antisemitischer Hetzer – Reichstrunkenbold  – „dä Robert“ – Schulbesuch und Konfirmation in Ruppichteroth - (ehem.) Ehrenbürger von Ruppichteroth, Nümbrecht und Waldbröl - 5facher Vater (Kinder von drei Frauen) – 2 x verheiratet – Führer der deutschen Arbeiterfront (DAF) – Nr. 5 der Nationalsozialisten – Bauherr: u.a. Prora (Rügen) – Begründer des Massentourismus in Deutschland („Kraft-durch-Freude-Reisen“ (KDF) – „mein größter Idealist … mein größter Mitkämpfer“ (Aussage Hitlers am 29.3.1938) – Namenspate des ersten deutschen Kreuzfahrtschiffes „Robert Ley“ (1937)
Infos zu Robert Ley auf wikipedia