Schmalspurbahnen

Als Schmalspurbahnen bezeichnet man Bahnen, die einige geringere Spurbreite haben als die Normalspurbahnenbahnen mit ihrer Spurweite von 1435 mm. Schmalspurbahnen mit ihren oft sehr unterschiedlichen Spurbreiten zwischen 600 mm und 1000 mm waren einfacher und billiger zu bauen und ermöglichten vor allem – wie im Bröltal mit den engen Tälern -  eine bessere Kurvenführung durch engere Radien.  Auch das hierfür erforderliche Gleisbett war preiswerter herzustellen.

Die Bröltalbahn hatte eine Spurbreite von 785 mm.

Aufgrund der geringeren Spurbreite waren natürlich auch die Wagen entsprechend kleiner dimensioniert:
Die ersten von der Bezirksregierung für die Bröltalbahn genehmigten Waggons hatten eine Gesamtwagenbreite von 1,57 m. Abzüglich der Wandungen ergibt sich daraus ein Innenmaß von 1,50 m Breite.
Die Innenhöhe war ursprünglich auf 1,72 m begrenzt. Man kann sich leicht vorstellen, wie gebückt die Menschen sich damals inden Waggons bewegen mussten, insbesondere, wenn man bedenkt, dass das Tragen eines Hutes sowohl für Frauen als auch für Männer auf solchen Fahrten üblich war.
 
Schon bald hatte die Behörde ein Einsehen und erlaubte leicht größere Wagons mit folgenden neuen Maßen:

  • Breite: 1,88 m
  • Höhe über den Schienen: 2,6 m
  • Länge der Wagen innen: 2,56 m
  • Länge der Wagen einschließlich der beiden Plattformen: 4,90 m .

Zahlenangaben zur Bröltalbahn nach H. Hohn 1988