Gastwirtschaften/Gaststätten 1940 und 1950

1940 gab es in 15 Orten der Gemeinde Ruppichteroth 26 Gastwirtschaften/Gaststätten, 2 davon mit Pension (Prinz und Halber) sowie eine mit kompletten Hotelbetrieb („Hotel zur Krone"): 

Derksen, Willy

Ahe

Heuser, Johann Ww.

Ahe

Höffgen, Herrmann

Bölkum

Müller, Wilhelm

Bornscheid

Hölscher, Franz

Büchel

Büscher, Josef

Felderhoferbrücke

Martini, Mattias

Felderhoferbrücke

Siebert, Peter

Felderhoferbrücke

Goller, Otto

Hambuchen

Lückeroth, Wilhelm

Hänscheid

Kloos, Gottfried

Kuchem

Schmidt, Robert

Öleroth

Seuthe, Otto

Öleroth

Hambüchen, Franz

Rose

Kaufmann, Hugo, (Inh. Willi Heismann)

Ruppichteroth

Schmidt, Johann

Ruppichteroth

Schorn, Wilhelm

Ruppichteroth

Schumacher, Walter

Ruppichteroth

Seuthe, Karl 

Ruppichteroth

Zimmermann, Albert („Hotel zur Krone“)

Ruppichteroth

Kelz, Lorenz

Schönenberg

Prinz, Friedrich Ww.

Schönenberg

Schorn, Wilhelm

Schönenberg

Schmidt, Hans Heinrich

Wingenbacherhof

Halber, Peter Ww.

Winterscheid

Schumacher, Josef

Winterscheider Mühle

1950 gab es in 16 Orten der Gemeinde Ruppichteroth 24 Gastwirtschaften/Gaststätten, 2 davon mit Pension (Prinz und Halber) sowie eine mit kompletten Hotelbetrieb („Hotel zur Krone").
Diese Gaststätten waren zur damaligen Zeit gesellschaftlicher Treffpunkt der Menschen, (und neben den Lebensmittelgeschäften) Kommunikationszentren für den Austausch der täglichen Nachrichten und Probleme sowie Unterhaltungs- und Vergnügungsorte. Es gab ja nur wenige Familien, die schon einen Fernseher hatten (der heute ja für junge Leute zunehmend an Bedeutung verliert),  heutige Medien wie Internet und Handy waren nicht einmal dem Namen nach bekannt. Die Gastwirtschaften hatten also alle die Aufgaben (und mehr), die heute von den sog. „modernen Medien" übernommen werden.
Und natürlich war auch die Möglichkeit des Alkoholkonsums ein Grund für den - für viele Menschen damals - oft täglichen Besuch in der Gaststätte, die bei 24 Gaststätten in der Gemeinde Ruppichteroth für die meisten ja in kurzer Entfernung und vor allem zu Fuß zu erreichen war. Mit zunehmendem Erwerb eines Autos fuhren dann manche/viele auch mit dem Auto zur Gaststätte und vor allem auch zurück, denn erst 1953 wurde in Deutschland eine Promille grenze eingeführt. Diese lag jedoch bei 1,5 Prozent Promille im Blut. Da konnte man schon einige Bier (und Klare dazu) trinken.....
Als dann immer mehr Familien sich einen Fernseher erlauben konnten, nahm der Besuch der Gaststätten in den nächsten Jahren kontinuierlich ab. Nachrichten und Unterhaltung konnte man ja jetzt auch zu Hause wahrnehmen.
Mit zunehmendem Absenken der Promillegrenze (heute 0,5%) und häufiger werdenden polizeilichen Kontrollen wurde das „Heimfahren" von der Gaststätte nach Alkoholkonsum (und wer wollte schon nur Cola trinken?) gefährlicher. Der Gaststättenbesuch nahm weiter ab, so dass von den 24 Gaststätten in der Liste heute nur noch 6 existieren:
- Derksen, Ahe - heute PizzaHouse
- Siebert, Felderhoferbrücke - heute Bauernschänke
- Lückeroth, Hänscheid - heute Schötzhuus
- Kaufmann, Ruppichteroth - heute Dorfschänke
- Schmidt, Ruppichteroth - heute Gasthaus an St. Severin
- Halber, Winterscheid

Gastwirtschaften/Gaststätten 1950 - Namen und Orte

Derksen,Willy              

Ahe

Honscheid, Johann

Ahe

Höffgen, Herrmann

Bölkum

Müller, Wilhelm

Bornscheid

Hölscher, Franz

Büchel

Siebert, Peter

Felderhoferbrücke

Goller, Otto

Hambuchen

Lückeroth, Wilhelm

Hänscheid

Krumbach, Josef

Herrnbröl

Walterscheid, Josef

Ingersau

Kloos, Gottfried

Kuchem

Seuthe, Otto

Öleroth

Seuthe, Karl 

Ruppichteroth

Schorn, Wilhelm

Ruppichteroth

Schmidt, Willy

Ruppichteroth

Kaufmann, Hugo (Inh. Willi Heismann)                                  

Ruppichteroth

Zimmermann („Zur Krone“)

Ruppichteroth

Prinz,Friedrich Ww.

Schönenberg

Kelz, Lorenz

Schönenberg

Schmitz, Josef

Schönenberg

Schmidt, Hans Heinrich

Wingenbacherhof

Ahrens, Joh.

Winterscheid

Halber, Peter

Winterscheid

Schumacher, Josef

Winterscheider Mühle