Bilderbuch Ruppichteroth

Alois Müller

geboren: 08.10.1935 (in Kammerich)

gestorben: 01.11.2018

Beruf/Tätigkeiten: Werkzeugmacher, Lehrlingsausbilder, Kolpingbruder, Heimathistoriker, Erfinder und Erbauer der Bergischen Heimatkrippe, Modellbauer von bergischen Motiven

Wohnort: Ruppichteroth/Hambuchen

Leben und Wirken

Alois Müller absolvierte nach dem Schulbesuch eine Lehre zum Werkzeugmacher bei der Firma HUWIL, der er bis zu seiner Pensionierung treu blieb. Schon bald betätigte er sich hier auch als Ausbilder der Lehrlinge. Hunderte von Lehrlingen haben bei ihm das Feilen (und viel mehr) gelernt.
Über Jahrzehnte war er in der Kolpingfamilie aktiv: als Mitorganisator der großen Karnevalssitzungen in den 1970er Jahren, als Nikolaus und Knecht Ruprecht sowie als Initiator und Organisator der "Informationen für die Öffentlichkeit".

Einer weit über die Gemeindegrenzen hinausgehenden Bevölkerung wurde er durch sein Lebenswerk bekannt: als Erfinder und Erbauer der Bergischen Heimatkrippe, die er zusammen mit Vera Symanski der Öffentlichkeit von 1995 - 2013 in ihrem Gartenhaus in Hambuchen präsentierte. Die Spendenerlöse der vielen Besucher stellte er in jedem Jahr einem wohltätigen Zweck zur Verfügung.
Alois Müller war bekannt für die detailgetreuen Nachbildungen aller seiner Objekte, von denen hier noch genannt seien: die Nachbildungen des Rathauses in Schönenberg, der Burgruine Herrenbröl bzw. die aufwändige Rekonstruktion der gesamten Burganlage (beide ausgestellt im Untergeschoß des Rathauses) sowie der ehemaligen jüdischen Synagoge, die als Modell im Museum des Vereins der Landjuden an der Sieg in Schladern steht.

Ein weiteres Modell - das der Katholischen Kirche St. Severin - hat Alois Müller begonnen (s. Bild unten). Leider konnte er es nicht mehr beenden.

Seit den 1960er Jahren hat Alois Müller Fotos, Postkarten und Geschichten zur Ruppichterother Geschichte gesammelt und in vielen Ordnern kommentiert und dokumentiert, Vorträge gehalten und Geschichten geschrieben. Als begeisterter und erfahrener Fotograf hat er seit den 1970er Jahren Hunderte von Bildern (meist Dias) von Ruppichteroth, oft auch von den damals wenig bemerkten Veränderungen gemacht, an deren Dokumentation wir uns heute erfreuen können. 

Als der Autor dieser Zeilen 2010 bei Alois Müller nachfragte wegen „ein paar Bildern von früheren Ruppichterother Geschäften" , um eine geographische Untersuchung zur Entwicklung der Ruppichterother Geschäftswelt zwischen 1950 und 2010 illustrieren zu können, zeigte Alois auf seine supergeordnete Schrankwand und sagte: „Nimm, was du brauchen kannst. Und bring es mir später zurück". Die Fülle von Materialien war dann die eigentliche Geburtsstunde von bilderbuch-ruppichteroth.de.

Nach seinem Tode durfte bilderbuch-ruppichteroth.de von seinen Kindern Sohn Willi und Roswitha das Archiv von Alois übernehmen.
Sie werden daher auch in Zukunft immer wieder neue Bilder und Dokumente auf bilderbuch-ruppichteroth.de finden mit dem Hinweis:Foto: Alois Mülller oder Quelle: Archiv Alois Müller.