Bilderbuch Ruppichteroth

Hermann Gärtner

geboren: 22.051876

gestorben: 24.09.1942 (getötet im Konzentrationslager Auschwitz)

Beruf/Tätigkeiten: Metzger, Mitglied der freiwillligen Feuerwehr Ruppichteroth

Wohnort: Ruppichteroth

Leben und Wirken

Hermann Gärtner war ein in Ruppichteroth geborener und aufgewachsener jüdischer Bürger, der im 1. Weltkrieg für Deutschland kämpfte und im 2. Weltkrieg von den Nazis ermordet wurde.

Bis 1932 wohnte er an der Ecke Wilhelmstraße/Hauptstraße und betrieb dort die Metzgerei Gärtner.

Er war Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Ruppichteroth bis ihm und anderen jüdischen Mitbürgern die Mitgliedschaft 1933 verboten wurde.

Wie so viele andere nahmen die Nazis ihn 1933 „in Schutzhaft". Nach seiner Entlassung unternahm er mehrere, letztlich vergebliche Versuche in die USA auszuwandern. 1942 wird er in Amsterdam festgenommen, nach Auschwitz deportiert und getötet.

Seinen Kindern Irma und Paul gelang die Flucht in die USA. Bei 2 Besuchen der Nachfahren von Hermann Gärtner in Ruppichteroth (2013 und 2016) äußerten diese den Wunsch, für Hermann Gärtner und die anderen von den Nazis vertriebenen und ermordeten Mitbürger Stolpersteine in Ruppichteroth zu verlegen, was dann am 01.08.2019 zur ersten Stolperstein-Verlegung in Ruppichteroth durch den Künstler Gunter Demnig führte.

Weitere Informationen über Hermann Gärtner finden Sie in der Buchausgabe von Bilderbuch Ruppichteroth, Band 1, S. 90 - 91, hier auf bilderbuch-ruppichteroth.de im Kapitel „Jüdische Geschichte in Ruppichteroth" unter „Familie Hermann Gärtner" sowie unter  https://tobiasherz.de/